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Institut für Flugzeug-Produktionstechnik

Sehr geehrte Besucher,

Schueppstuhl

herzlich willkommen auf den Internetseiten des Instituts für Flugzeug-Produktionstechnik (IFPT) der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Wir laden Sie ein, sich auf diesen Seiten einen Überblick über unsere Angebote und Aktivitäten in Forschung und Lehre rund um die Automatisierung von Fertigungsprozessen im Flugzeugbau und verwandten Industrien zu verschaffen.

Der Bau von Flugzeugen stellt besondere Anforderungen an die Fertigungsautomatisierung. Die Fehlerminimierung in der Produktion, die Qualitätssicherung und damit letztlich die Sicherheit des Flugzeugs hatte schon immer in allen Prozessschritten höchste Priorität.

Aktuell sorgt vor allem die Forderung nach höherer „Energieeffizienz“ für einen starken Ausbau des Einsatzes von Faserverbundwerkstoffen zur Reduktion des Systemgewichts. Die Entwicklung der hierfür notwendigen Bearbeitungsmaschinen, Handlings- und Prüfsysteme steht sowohl hinsichtlich der Besonderheiten von Faserverbundmaterialien als auch hinsichtlich der großen Bauteildimensionen noch am Anfang.

Vor dem Hintergrund der Energieeffizienz nimmt auch der Stellenwert der Wartung und Instandhaltung des Flugzeuges ebenfalls noch einmal deutlich zu. Die vergleichsweise geringen Losgrößen in Flugzeugbau und insbesondere in der Instandsetzung erfordern jedoch bis heute einen erheblichen Anteil an manuellen Tätigkeiten mit dem daraus resultierenden hohen Wettbewerbsdruck aus Billiglohnländern auf die nationalen Standorte und einem hohen Bedarf nach entlastender Produktivitätssteigerung. Bestreben des IFPT ist es, die Klein- und Großindustrie hierbei je nach Entwicklungs- und Technikstand durch anwendungsnahe oder grundlagenorientierte Forschung an speziell auf die Anforderungen des Leichtbaus, der Großteile- und der Kleinserienfertigung abgestimmter, automatisierter Fertigungs-, Prüf- und Handhabungssysteme auf Basis von Industrierobotern zu unterstützen.

Vergleichbare technologische Anforderungen zum Flugzeugbau finden sich auch in Teilbereichen des Fahrzeugbaus, im Bau von Windkraftanlagen, im Schiffbau aber auch in der Medizintechnik und aktuell besonders im Feld der Elektro-Mobilität. Eine Nutzung von Synergien zwischen diesen Industriezweigen wird durch eine branchenübergreifende Ausrichtung der Forschungstätigkeit des IFPT angestrebt und sowohl durch die vorhandenen Erfahrungen als auch durch die Institutsausstattung gestützt.

Nutzen Sie unser Wissen, unsere Erfahrung und unsere Möglichkeiten für Ausbildung oder Entwicklung und nehmen Sie Kontakt mit uns auf.


Thorsten Schüppstuhl

 

 

Willkommen

News

Vorlesung Arbeitswissenschaft

Auch in diesem Wintersemester wird wieder die praxisnahe Vorlesung Arbeitswissenschaft für die Master-Studiengänge "Produktentwicklung, Werkstoffe und Produktion" und "Internationales Wirtschaftsingenieurwesen" angeboten. In dieser Veranstaltung werden grundlegende ergonomische und menschengerechte Aspekte zur Gestaltung von Arbeit und Technik vermittelt, sowie bestehende Arbeitsplätze in einem Unternehmen analysiert. Die Veranstaltung befähigt die Teilnehmer, eine betriebliche Gefährdungsaburteilung durchzuführen, sowie ein Gespür für sicherheitskritische Einrichtungen zu entwickeln. 


Weitergehende Informationen und die entsprechende Anmeldungen finden Sie im StudIP unter der Veranstaltungsnummer: 53085_W15

Konstruktionsprojekt I: Tutoren gesucht

Wir suchen noch Tutoren für das Konstruktionsprojekt I im kommenden Wintersemester 2015. Bei Interesse wendet euch bitte an Maik Dammann

Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 20.08.2015.

Ergebnisse Konstruktionsklausur: Gestalten

Die Ergebnisse hängen im Schaukasten des IFPT, DE17(L)-2010, aus und sind im Stud.IP hochgeladen.

TUHH Pressemitteilungen

Nachruf: Professor Dieter Biallas

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) trauert um Professor Dieter Biallas. Der frühere FDP-Politiker hatte sich als Zweiter Bürgermeister und Wissenschaftssenator von 1974 bis 1978 vehement für die Gründung einer TU in der Hansestadt Hamburg eingesetzt und sich dabei auch explizit für den Standort Harburg ausgesprochen. Die Geschichte der TUHH in Harburg wird für immer untrennbar mit dem Namen Dieter Biallas verbunden bleiben. Er hatte den Startschuss mit seiner Unterschrift in der Gründungsurkunde der Technischen Universität Hamburg-Harburg vom 22. Mai 1978 gegeben.

Dieter Biallas ist vor wenigen Tagen kurz nach seinem 80. Geburtstag in einem Hamburger Krankenhaus gestorben. In ihrem Nachruf schreibt die WELT am 21. Juli 2016: „Zu seinen bleibenden Verdiensten gehört die Gründung der TUHH. Diese sollte nicht nur den Strukturwandel in der Region vorantreiben, sondern mit dem Verzicht auf Fakultäten, die durch die Forschungsschwerpunkte ersetzt wurden, auch hochschulpolitisch Neuland betreten“. Biallas, von Haus aus Mathematiker und Professor an der Universität Hamburg, hat mit seinem entschiedenen Eintreten der jahrzehntelangen Debatte um das Für und Wider einer TU in der Hansestadt Hamburg ein Ende bereitet. 2008, anlässlich der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der TUHH, sagte Professor Biallas: „Hamburg hat lange nicht geglaubt, dass in der Kaufmannsstadt eine technische Universität gebraucht wird. Erst eine damals eingesetzte Enquete-Kommission, die auch den Auftrag hatte, den Bedarf an technisch-ingenieurwissenschaftlichen Studienplätzen zu ermitteln und zu dem Ergebnis gekommen war, dass es sehr wohl sehr wichtig und richtig ist, gerade auch auf diesem Gebiet eine akademische Ausbildung zu etablieren, öffnete den Abgeordneten der Bürgerschaft die Augen.“

Die TUHH gehört zu den letzten Hochschulgründungen in den 70er-Jahren. Als Folge des „Bildungsbooms“ waren bundesweit mehr als 20 neue Hochschulen gegründet worden.

TUHH - Wissenschaftskommunikation
Jutta Katharina Werner

TUHH - Pressestelle
Jutta Katharina Werner

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Dieter Biallas. Foto: privat

TUHH: Call for Papers für „6th international Workshop on Aircraft System Technologies“

Trends der Luftfahrtforschung stehen im Mittelpunkt des „6th International Workshop on Aircraft System Technologies“, kurz AST 2017, zu dem am 21. und 22. Februar 2017 rund 150 internationale Experten am Luftfahrtstandort Hamburg erwartet werden. Als Chairmen der sechsten Ausgabe des renommierten Forums fungieren Prof. Dr.-Ing. Otto von Estorff, Leiter des Instituts für Modellierung und Berechnung an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) sowie Prof. Dr.-Ing. Frank Thielecke vom TUHH-Institut für Flugzeugsystemtechnik.

„Der Workshop hat sich zu einer angesehenen Plattform für den Wissenstransfer in der Luftfahrt entwickelt und ist in der Branche eine feste Größe“, sagt von Estorff. Die Teilnehmer der Expertenrunde erhalten einen detaillierten Einblick in den System- und Komponentenstatus zahlreicher Gebiete der Luftfahrt. Aktuelle Einsatzfelder werden ebenso diskutiert wie zukünftige Forschungs- und Entwicklungsthemen. Dabei erhoffen sich die Organisatoren unter anderem Impulse für neue Forschungsfelder sowie einen intensiven Austausch zwischen Industriepartnern und Forschungseinrichtungen.

Weitere Informationen zum Programm sowie der Call for Papers: http://ast.tuhh.de/

Annahmeschluss für die Einreichung von Abstracts: 15. September 2016

Der „International Workshop on Aircraft System Technologies“
Mit einer Vielzahl an Vorträgen zu den Themen Flugzeugsysteme und Ausrüstung, Kabinentechnik und Komfort, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Material und Produktion genießt das Forum internationale Anerkennung. Der Workshop wird im jährlichen Wechsel mit der im französischen Toulouse stattfindenden „Recent Advances in Actuation Systems and Components“ veranstaltet und findet in Kooperation mit dem dortigen Institut National des Sciences Appliquées de Toulouse statt.

TUHH - Pressestelle
Jasmine Ait-Djoudi

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Logo: AST2017

TUHH-Exzellenzkolleg: Juniorprofessor Benedikt Kriegesmann hält Antrittsvorlesung

Professor Benedikt Kriegesmann hält am 21. Juli 2016 seine Antrittsvorlesung "Neue Entwurfs- und Berechnungsmethoden für hybride Flugzeugstrukturen". Kriegesmann ist seit dem 1. Januar 2016 Juniorprofessor für Neue Entwurfs- und Berechnungsmethoden für hybride Flugzeugstrukturen am Exzellenzkolleg der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Das in 2014 gegründete Exzellenzkolleg weist ein neues Forschungs- und Finanzierungskonzept auf. In Kooperation mit der Wirtschaft werden sechs neue Juniorprofessuren eingerichtet. Ziel ist es, gemeinsam nachhaltige Innovationen zu schaffen, die Wissenschaft und Wirtschaft in Hamburg gleichermaßen wettbewerbsfähig halten. Kooperationspartner dieser Juniorprofessur ist Airbus.

Flugzeuge noch leichter und gleichzeitig sicherer zu machen ist ein Kernziel in der stark wachsenden Luftfahrtindustrie. Mit dieser Thematik beschäftigte sich Kriegesmann bereits als Entwicklungsingenieur bei Airbus. Er bringt sein Know-how direkt aus der Praxis mit. Im Mittelpunkt seiner Forschung an der TUHH steht daher die Herausforderung, bei Flugzeugstrukturen möglichst viel Gewicht einzusparen. Bei gängigen Optimierungsverfahren für 3D-Druck-Bauteile oder carbonfaserverstärktem Kunststoff werden die Strukturen zwar leichter, aber auch störanfälliger. Der 33-Jährige nutzt auf Basis vorhandener Daten Wahrscheinlichkeitsrechnungen, um leichte und gleichzeitig robuste Flugzeugstrukturen zu entwickeln. Kriegesmann freut sich auf die fachübergreifende Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der TUHH und will am Exzellenzkolleg eine Forschungsgruppe zur Robustheitsoptimierung von Flugzeugstrukturen aufbauen, insbesondere von topologieoptimierten Strukturen und Faserverbund-Bauteilen. Die Topologieoptimierung ist ein computerbasiertes Berechnungsverfahren, durch das eine optimale Grundgestalt für Bauteile unter mechanischer Belastung ermittelt werden kann. Sein Fokus richtet sich zudem auf die lokale Luftfahrtindustrie, die er bei der Umsetzung neuer Entwurfs- und Berechnungsmethoden unterstützen will. Die von Airbus teilfinanzierte Professur ist auf sechs Jahre angelegt.

Der gebürtige Münsteraner studierte Bauingenieurwesen an der Leibniz Universität Hannover, war dann wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Statik und Dynamik und promovierte ebendort. Zuletzt war Kriegesmann seit 2011 als Entwicklungsingenieur bei der Airbus Operations GmbH in Hamburg tätig.

Datum: Donnerstag, 21. Juli 2016, 15:00 Uhr
Ort: TUHH, Gebäude H, Raum H 0.16 (Karl H. Ditze Hörsaal)

Programm

15:00 Begrüßung und Grußworte
Prof. Dr. Sönke Knutzen, Vizepräsident Lehre
Gunnar Groß, Airbus Operations GmbH, General Secretary
Prof. Dr.-Ing. Günter Ackermann, Dekan Maschinenbau

15:15 Antrittsvorlesung
"Neue Entwurfs- und Berechnungsmethoden für hybride Flugzeugstrukturen"
Prof. Dr.-Ing. Benedikt Kriegesmann, Juniorprofessor

15.45 Impulsreferate und Panel Diskussion
"Kommt die Zukunft aus dem Drucker?"
Dipl.-Ing. Peter Sander, Airbus Operations GmbH, Emerging Technologies & Concepts

"Modulleichtbau - Eine Strategie zur Entwicklung von Leichtbauprodukten"
Prof. Dr.-Ing. Dieter Krause, Leiter des Instituts Produktentwickung und Konstruktionstechnik

"Industrielle Revolution durch den 3D-Druck? Status und Zukunft der neuen Wertschöpfungsmethode"
Prof. Dr.-Ing. Claus Emmelmann, Leiter des Instituts Laser- und Anlagensystemtechnik, Geschäftsführer Laser Zentrum Nord GmbH

16:30 Empfang

TUHH - Pressestelle
Jasmine Ait-Djoudi

Bild:

Prof. Dr.-Ing. Benedikt Kriegesmann
Foto: privat

TUHH Aktuell

27.10.2016, 19:00: Akademie der Wissenschaften: Martin Luther oder: Wie schreibt man die Biographie eines Großen der Weltgeschichte?
Vortrag im Rahmen der Akademievorlesungen "Reformation im Diskurs" der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Prof. Dr. Volker Leppin

Martin Luther scheint bekannt – und wird vor 2017 noch immer bekannter. Sein Bild, vielfach durch das Logo der Jubiläumsvorbereitung verbreitet, dürfte zu den bekanntesten Portraits historischer Persönlichkeiten gehören. Für den Biographen stellt genau dies eine Schwierigkeit dar: Will er den historischen Gegebenheiten gerecht werden, so muss er gewissermaßen unter der Wirkungsgeschichte hindurchtauchen und sein Bild aus den zeitgenössischen Quellen rekonstruieren. Auch sie sind für Luther zahlreich – aber nicht einfach auszuwerten, denn die Stilisierung und Selbststilisierung setzte schon zu Lebzeiten Luthers ein. Der Vortrag führt, rechtzeitig vor dem großen Jubiläum, in diese Problemlage ein.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter http://www.awhamburg.de/veranstaltungen oder per Email an veranstaltungen@awhamburg.de
17.11.2016, 19:00: Akademie der Wissenschaften: Die Neuformulierung des christlichen Glaubens in der Reformation
Vortrag im Rahmen der Akademievorlesungen "Reformation im Diskurs" der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Prof. Dr. Lutger Slenczka, Berlin

Die Reformation war ein Umbruch mit Folgen in allen Bereichen der damaligen Gesellschaft. Im Zentrum steht nicht einfach eine Neuformulierung der 'Rechtfertigungslehre', sondern eine 'Revolution' des Verständnisses des Christentums, die auf die Formel gebracht werden kann, dass nach Einsicht der Reformatoren im Zentrum der christlichen Religion und damit der Theologie – der 'Rede von Gott'! – der Mensch steht. Das hat Folgen – und zwar beileibe nicht nur in der Theologie.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter http://www.awhamburg.de/veranstaltungen oder per Email an veranstaltungen@awhamburg.de
15.12.2016, 19:00: Akademie der Wissenschaften: Die Unterscheidung von Geistlichem und Weltlichem in der Reformation - ein Segen für die Nachwelt
Vortrag im Rahmen der Akademievorlesungen "Reformation im Diskurs" der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Prof. Dr. Peter Unruh, Kiel

Vor dem Hintergrund der spätantiken „Civitas-Lehre“ des Augustinus und der mittelalterlichen Theorie von den zwei Schwertern hat die Reformation den Keim für ein neues Verständnis des Verhältnisses von Staat und Kirche gesetzt. Der Vortrag liefert einen Überblick über die einschlägigen Ansichten der maßgeblichen Reformatoren und zieht eine Verbindungslinie zum aktuellen Religionsverfassungsrecht unter dem Grundgesetz.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter http://www.awhamburg.de/veranstaltungen oder per Email an veranstaltungen@awhamburg.de