Forschung
Das IFPT fokussiert sich auf die Entwicklung von produktiven Automatisierungslösungen für die Aufgabenbereiche Leichtbau mit Schwerpunkt CFK, große Werkstückgeometrien und Kleinstserienfertigung. Eine besondere Herausforderung ergibt sich, wenn mindestens zwei dieser Bereiche in einer Aufgabenstellung zusammenkommen wie es bei der Produktion von Flugzeugen, aber auch bei Windkraftanlagen, Schiffen, Elektroautomobilen, Flugzeug-Instandsetzung und Medizintechnik häufig der Fall ist.

Für die Forschung und Entwicklung zeichnen sich diese Anwendungsfelder bisher durch einen geringen Automatisierungsgrad, durch hohe Anforderungen an Adaptivität, Flexibilität und Wandlungsfähigkeit und durch einen Bedarf an großen Arbeitsräumen bei vergleichsweise hoher Genauigkeit aus.
Der Industrieroboter hat sich in der Vergangenheit als kostengünstig, hochproduktiv und flexibel bewährt, so dass dieser Automatisierungs-Basiskomponente am IFPT eine Schlüsselrolle zukommt. Aus den genannten Themenfeldern, Anforderungen und der Spezialisierung auf industrierobotergestützte Lösungen resultieren letztlich schwerpunktmäßig die nachfolgenden Forschungs- und Entwicklungsthemen für die nächste Jahre:
- Erstmalige Umsetzung neuer Automatisierungsaufgaben aus den Bereichen Bearbeitung (Fräsen, Entgraten, Schleifen, Polieren, Beschichten, Reinigen), Handling bzw. Montage (große Abmessungen, große Arbeitsräume, biegeschlaffe Werkstücke) oder Prüfen (Geometrie, Form und Lage, Oberflächenfehler)
- Mensch-Roboter Kooperation mit angepassten Sicherheitseinrichtungen und Kommunikationsverfahren
- Kooperierende Multirobotersysteme für Aufgabenteilung, -parallelisierung, Lastteilung, Arbeitsraummaximierung, Taktzeitminimierung u.w.
- Mobile Industrieroboter und Multiachsensysteme für große Arbeitsräume sowie für wandlungsfähige und flexible Systeme
- Steigerung der Modellgenauigkeit bei mobilen und Multiachsen-Robotersystemen
- Schnelle Einmess- und Kalibrierverfahren für mobile, wandlungsfähige Systeme
- Sensorintegration in Roboteranwendungen für Prüfung auf Geometrie, Form und Lage sowie Oberflächenbeschaffenheit
- Sensorintegration für Genauigkeitssteigerung des Gesamtsystems durch globale Pose-Bestimmung und/oder lokale Bauteilmerkmalsvermessung
- Einbeziehung der Prozesssimulation in die Offline-Programmierung und –Simulation
- Automatisierte Programmierung für „Losgröße 1“ bzw. adaptive Verfahren zur Kompensation veränderlicher Randbedingungen
- Effiziente Offline-Planung, -Programmierung und –Simulation unter Einbeziehung der Themen Wandlungsfähigkeit, Mobilität und Sensorführung bzw. Adaptivität


